Dissidia: Final Fantasy
Das große Review bei Final Fantasy Future
Dissidia: Final Fantasy ist ein Beat’em Up mit vielen serientypischen Rollenspiel-Elementen. Wer also auf ein reines Rollenspiel hofft liegt ,mit diesem Titel falsch. Wie sich die beiden Genres miteinander vertragen oder ob es auch Konflikte gibt werdet ihr in diesem Review erfahren.
Die Geschichte um das Gleichgewicht der Welten
Schon seit Anbeginn der Zeit kämpfen die beiden Götter „Cosmos“ die Göttin des Lichts und „Chaos“ der Gott der Zwietracht gegeneinander. Um den ewigen Kampf der beiden zu beenden sendet Cosmos ihre stärksten zehn Krieger des Lichts aus, doch auch Chaos hat seine Verbündeten auf seiner Seite, die Krieger der Dunkelheit. Daraufhin beginnt ein epischer Kampf von ungeheurem Ausmaß!
Die Krieger der beiden Götter sind wahrlich keine unbekannten Figuren, es handelt sich hierbei um die Protagonisten der Final Fantasy Reihe von I bis X. Cosmos Krieger des Lichts wären damit: Der Krieger des Lichts, Firion, Onion Knight, Cecil, Bartz, Terra, Cloud, Squall, Zidane, und Tidus. Die Krieger der Dunkelheit sind: Garland, Emperor Mateus of Palamecia, Cloud of Darkness, Golbez, Exdeath, Kefka, Sephiroth, Artemisia, Kuja, und Jekkt. Zudem gibt es noch zwei weitere Charaktere die man im Verlauf des Spiels freischalten kann. An dieser Stelle wollen wir allerdings darauf verzichten, sie zu verraten.
Kommen wir nun zu der Story der einzelnen Charaktere. Der Storymodus bietet euch die Möglichkeit mit den zehn Kriegern des Lichts jeweils eine Geschichte durchzuspielen, dabei gibt es fünf Ebenen die es zu bewältigen gilt. Gegner sind die zehn Krieger der jeweiligen Seite die dann einfach so aussehen als ob sie eingefärbt wurden. Am Ende der fünften Ebene werdet ihr dann mit eurem Erzfeind des Charakters konfrontiert. Cloud trifft dann also beispielsweise auf Sephiroth.
Die Ebenen sind wie ein Spielbrett aufgebaut, es gilt eine besondere Statue zu erreichen mit der ihr dann die Ebene abschließen könnt. Dabei kostet euch jeder Zug „Schicksalspunkte“, je mehr ihr am Ende der Ebene davon habt, desto größer fallen die Belohnungen aus wie z. B. Accessoires, Gil oder Esper (Beschwörungen). Schicksalspunkte könnt ihr ergattern wenn ihr im Kampf gegen eure Gegner bestimmte Bedingungen erfüllt, wie: „Besiege den Gegner ohne LP-Schaden zu erleiden“. Diese Bedingungen kommen nicht bei allen Gegnern vor! Es zahlt sich daher aus, genau zu planen welchen nächsten Schritt ihr machen werdet.
Das Gameplay - Der Kampf zwischen Gut und Böse!
Wenn der Kampf zwischen zwei Charakteren beginnt, wird in die jeweilige Arena gewechselt. Hier gibt es verschiedene Varianten: es gibt innere Gebiete wie z. B. Kefkas Turm oder einfach nur herumschwebende Gesteinsbrocken auf denen ihr eure Schlacht bestreiten müsst oder auch ebene Flächen. Sowie hat jede Arena ihre ganz eigenen Effekte. Mal sprießen vom Boden her Stacheln raus, oder die Arena verändert sich grundlegend. Es gilt: Probiert jede Arena aus und passt sie an eurem Helden an um seine Stärken hervorzuheben.
Im Kampf sind zwei Tasten sehr wichtig, einmal die Kreis-Taste und einmal die Viereck-Taste. Durch die Kreis-Taste fügt ihr dem Gegner Mut-Schaden zu. Jeder Charaktere hat zu Beginn unterschiedlich viel Mut (der auch von dem Level und der Ausrüstung abhängig ist), je höher der Mut, desto stärker sind die LP-Angriffe (Lebensenergie) die mit der Viereck-Taste durchgeführt werden. Fügt ihr Mut-Schaden zu sinkt der Mut des Gegners und eurer eigener wird erhört, dies hat zufolge das euer LP-Angriff dadurch stärker wird und ihr somit mehr Schaden anrichten könnt. Das heißt also: Seinen eigenen Mut erhöhen und somit einen starken LP-Angriff durchführen. Je mehr Mut desto größer der Schaden.
Nachdem ein LP-Angriff erfolgreich war (diese Attacken sind etwas langsamer als die Mut-Angriffe) werden eure Mut-Punkte wieder auf den Ausgangswert gesetzt, das heißt ihr habt dann wieder genauso viel Mut wie am Anfang des Kampfes. Der Spaß geht also wieder von vorne los. Versucht eurem Gegner viel Mut abzuziehen um euren eigenen zu erhöhen und somit verherrenden Schaden anrichten zu können.
Wenn ihr eurem Gegner komplett den Mut „abgezogen“ habt und dieser 0 beträgt nennt man das „Demoralisieren“. Dies bedeutet der Gegner besitzt für eine gewisse Zeit lang keinen Mut mehr, zudem bekommt ihr den „Arena-Mut“ gutgeschrieben, dieser Mut sammelt sich während des Kampfes (in der Mitte des Bildschirms am unteren Rand könnt ihr erkennen wie hoch dieser ist). Habt ihr nun also 1000 Mut Punkte und ihr demoralisiert den Gegner bekommt ihr den Arena-Mut von, sagen wir mal 2000 Mut, dies macht dann zusammen 3000 Mut Punkte! Die ultimative Gelegenheit dem Gegner gehörig einzuheitzen.
Jeder Charakter hat verschiedene Attacken die ausgelöst werden, je nachdem welchen Knopf ihr drückt (Viereck oder Kreis und in welche Richtung ihr den Analogstick bewegt. Zum Gegner hin sowie vom Gegner weg und die entsprechende Taste führen Attacken aus, ebenso wenn der Stick in neutraler Stellung ist. Eure Attacken verändern/ unterschieden sich auch je nachdem an welcher Stelle ihr euch befindet, sprich: Boden oder Luft. Ihr könnt außerdem wie in jedem Beat’em Up blocken, kontern und ausweichen. Verschiedene Abilities lassen zu das ihr z. B. dauerhauft in der Luft kämpfen könntet wenn euch danach ist, oder eurer Mut-Wert von Anfang an höher ist als sonst. In den Arena gibt es jede Menge Extras die es euch erlauben an Wänden entlangzurennen oder auf dem Miasma-Strom zu gleiten, zudem verändern sich die Gebiete während des Kampfes (dies kann man später im Spiel freischalten).
Da wir nun Bescheid wissen, was Mut-Punkte, LP-Angriffe und Demoralisierung so ist und wie man Attacken ausführt ,fehlt noch eine wichtige Sache. Der EX-Modus! Jeder Charaktere hat eine EX-Leiste die es gilt aufzufüllen. Ist diese gefüllt, so könnt ihr den EX-Modus starten und eurem Gegner mächtig viel Schaden zufügen. Bei dem EX-Angriff wird eine kleine Zwischensequenz eingeleitet und je nachdem welchen Charaktere ihr spielt, müsst ihr verschiedene Bedingungen erfüllen damit der Angriff seine volle Wirksamkeit entfaltet. Nehmen wir mal Terra als Beispiel. Wenn sie in den EX-Modus wechselt wird sie zu einer Esper (bekannt aus FFVI). Startet ihr nun einen LP-Angriff könnt ihr euch entscheiden ob ihr den ulitmativen Angriff starten wollt oder nicht. Tut ihr dies, kommt die kleine Sequenz und ihr müsst schnell das linke Steuerkreuz sowie die Kreis-Taste schnell hintereinander drücken um die Attacke erfolgreich durchzuführen und um somit viel Schaden anrichten zu können. Die Bedingungen sowie die Attacke des EX-Angriffes sind bei jedem Charakter anders und unterschiedlich schwer auszuführen (man könnte es auch Reaktionstests nennen) Zudem bekommt ihr im EX-Modus noch paar Extras auf eure Figur, beispielsweise Regena. Sobald die EX-Leiste nach einer Weile wieder leer ist fallen die Extras weg und ihr werdet wieder in eure ursprüngliche „Form“ zurückverwandelt. Nach einem EX-Angriff wechselt ihr automatisch wieder in euren Normalzustand!
Modi, Ausrüstung und Esper
Außer dem Storymodus gibt es noch den Arcade-Modus, der auf Normal oder Schwer gespielt werden kann. In diesem Modus werdet ihr gegen festgelegte Gegner kämpfen müssen und eurer Charaktere bekommt per Zufall Ausrüstung sowie die Fertigkeiten zugeteilt. Es ist also nicht eurer eigener individueller Charaktere, den ihr sozusagen selber gebastelt habt/ basteln könnt. Zudem gibt es noch den Schnellkampf-Modus, in dem ihr eure Gegner selber festlegen könnt, dessen Stärke, die Arena, und sogar den Soundtrack ,der als Hintergrundmusik des Kampfes erklingen soll (Melodien und Lieder aus den FF-Reihen). Und natürlich könnt ihr auch eure selbstgemachten Charaktere auswählen. Nach den Kämpfen bekommt ihr wie auch im Storymodus EXP, FP (Fertigkeitspunkte um eure Fertigkeiten zu meistern), Accessoires und Gil.
Im Shop könnt ihr dann eurer Gil auf den Putz hauen indem ihr Ausrüstungen sowie Waffen oder Accessoires kauft, die eure Angriffe, Verteidigung, Mut oder LP etc. erhöhen können. Das Aussehen der Waffen und der anderen Gegenstände werden hierbei nicht sichtbar an dem Charaktere sein. Im späteren Spielverlauf werden noch andere Sektionen freigeschaltet womit ihr dann euren Geldbeutel nochmals erleichtern könnt.
Die sogenannten „Esper“ (Beschwörungen) sind auch in Dissidia wieder mit von der Partie. Nützliche Effekte im Kampf lassen sich durch die Esper entweder automatisch oder manuell aktivieren (hierbei müssen diese vorher ausgerüstet werden) . Von Shiva bis hin zum Mogry sind allerlei Esper vertreten, die nur darauf warten euch im Kampf beizustehen. Jedoch reichen diese meistens nur für drei Kämpfe aus, danach brauchen auch mal Esper eine kleine Verschnaufpause um später wieder aktiviert werden zu können. Kämpft einfach ein paar Kämpfe ohne die Esper oder mit anderen Esper um die Ausgelaugten wieder aufladen zu können. Erlangen könnt ihr die Beschwörungen ausschließlich im Storymodus. Entweder findet ihr sie auf dem Schachbrett oder ihr bekommt sie als Belohnung für hohe Schicksalspunkte. Je nachdem wie die Espers angewendet/ benutzt werden, können diese den Kampf nochmal komplett umkrämpeln und euch zum Sieg verhelfen!
Im Verlaufe des Spiels und der Kämpfe werden eure Kämpfer neue Techniken erlernen, die ihr dann unter anderem dem Analogstick und den Kreis- bzw. Viereckttasten hinzufügen könnt. Neue Attacken helfen euch somit eure Gegner zu besiegen, aber auch Techniken wie Aktionstechniken, Hilfstechniken oder Extratechniken werden euch im Kampf unterstützen. Beispielsweise könnt ihr länger durch die Luft gleiten, eure Sprungkraft wird erhöht oder eurer Kämpfer rappelt sich automatisch nach einem Angriff wieder auf. Viele Techniken verhelfen euch somit zum Sieg und zu einem einfacherem Kämpfen damit ihr richtig loslegen könnt. Versucht so viele FP-Punkte wie möglich zu bekommen (nach den Kämpfen) dadurch könnt ihr eure Fertigkeiten meistern und somit mehrere Techniken anlegen, wodurch wiederrum euer Kämpfer stärker wird und ihr es im Kampf leichter habt.
Nicht nur könnt ihr verschiedene Modis freischalten (unter anderem auch das Kolosseum) und euren Kämpfern neue Kostüme verpassen z.B. Clouds Klamotten aus Advent Children oder Squalls SEED-Uniform. Ihr könnt auch eure begangen Kämpfe per Kamera aufzeichnen und euch diese im Museum (muss freigeschaltet werden) immer wieder anschauen und euch daran ergötzen. Je nachdem wie ihr den Kampf sehen wollt könnt ihr die Kamera anders positionieren und euch somit das perfekte Video für die Nachwelt schaffen und ihr könnt es sogar als Screenshot auf eurer PSP speichern oder wem das noch nicht genug ist als Video-Datei im AVI-Format!
Grafik und Mehrspielermodus
Gegen die Grafik in Dissidia Final Fantasy kann man sich wirklich nicht beschweren. Wunderschöne Sequenzen lassen das Spielerherz höher schlagen, ebenso wie die Videosequenzen. Die Grafik innerhalb des Spiels, sei es die Artworkillustrationen von Tetsuya Nomura oder die Ingame-Grafiken selbst, sind einfach wunderbar gestaltet worden. Die Kämpfe laufen flüssig ab und jede Menge Effekte lassen es auf dem PSP-Bildschirm richtig krachen. Ein großes Plus für die Grafik der Animationen der Charaktere sowie der Effekte, Details und der Farben! Ob es noch besser geht wage ich zu bezweifeln.
Der Mehrspielermodus soll an dieser Stelle nur kurz erwähnt werden. Es macht auf jeden Fall Spaß, gegen einen Freund anzutreten und somit seine Stärken zu messen. Hier und da kann es zu paar kleinen Störungen kommen, die das Kampfgeschehen für paar Sekunden verlangsamen (W-LAN eben), darüber kann man aber hinwegschauen da es nicht wirklich den Kampf beeinflusst. Ein größerer Minuspunkt wäre hingegen, dass man keine richtigen Onlinekämpfe bestreiten kann. Es muss ein Freund in der Nähe sein, damit man in die Schlacht ziehen kann. Vielleicht hätte man dies auch weiter ausbauen können um seine ultimativen Erzfeinde finden und sie besiegen zu können. Nichtsdestotrotz ist der Mehrspielermodus derjenige Modus, der sich am meisten für kämpferische Frohnaturen lohnt, EXP sowie anderen Belohnungen können auch in diesem Modus eingeheimst werden! Also auf was wartet ihr noch?!
Fazit
Dissidia Final Fantasy ist ein gelunger Mix aus Rollenspielelementen und Beat’em Up. Wobei man sagen muss das beides nicht als vollwertig in dem Spiel bezeichnet werden kann. Die Story ist nicht besonders fesselnd, steht aber auch nicht im Vordergrund. Die Zwischensequenzen und Konversationen der Charaktere sind aber eine echte Belohnung für absolvierte Storysequenzen. Der ein oder andere wird enttäuscht sein von der Story und von dem Aufbau des Spiels, dennoch muss man sagen das Dissidia kein schlechtes Spiel ist sondern mehr ein Beat’em Up als ein Rollenspiel das doch eine Menge Spaß und Aktion bringt. Und es ist doch bekanntlich immer noch das wichtigste, dass ein Spiel Spaß macht.
Da die Story nicht besonders ist, ist dafür das Kampfsystem richtig gut gelungen. Von einer Sekunde auf die andere kann sich der Kampf wenden und wenn man vorher noch zum Sieger gehörte landet man nun schnell auf der Abschussliste. Esper sowie Ausrüstungen, Fertigkeiten und Accessoires lassen das System aufleben und eine vielseitige Kombination ist möglich um euren Kämpfer perfekt für euch spielbar zu machen. Eurer Personalisierter Kämpfer kann nun in die Schlacht ziehen und von euch gesteuert werden. Die Grundlagen des Spiels sind einfach zu verstehen und leicht zu handhaben.
Wenn ihr ein weiteres Final Fantasy in eurer Sammlung haben wollt, dann ist es Dissidia allemal Wert!
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